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	<title>Michael Brake &#187; ZDFNeo</title>
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		<title>Das Heute-Programm</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 19:26:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Brake</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit ZDF Neo wurde unter den Digitalkanälen von ARD und ZDF endlich eine klar profilierte Marke geschaffen. Ein Zwischenfazit nach zehn Tagen Sendebetrieb. (aus der taz vom 12. November 2009) Am 1. November, dem ersten Sendetag von ZDF Neo, lag]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Mit ZDF Neo wurde unter den Digitalkanälen von ARD und ZDF endlich eine klar profilierte Marke geschaffen. Ein Zwischenfazit nach zehn Tagen Sendebetrieb. <span id="more-1796"></span>(aus der taz vom 12. November 2009)</h3>
<h3><a href="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/zdf_neo001.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1801" alt="zdf_neo001" src="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/zdf_neo001.jpg" width="620" height="167" /></a></h3>
<p>Am 1. November, dem ersten Sendetag von ZDF Neo, lag der Marktanteil teilweise bei 0,0 Prozent. Das saß. Und war dennoch nicht weiter schlimm, denn um Quoten geht es erst mal nicht beim Nachfolger des ZDF-Dokukanals. Mit dem neuen Digitalsender wurde in dieser Sparte endlich eine Marke mit klarem Profil geschaffen. Der neue Zielgruppen jenseits vom 61-jährigen ZDF-Durchschnittszuschauer erreichen soll, nämlich „die 25- bis 49-Jährigen, die dem Hauptprogramm langsam abhanden zu kommen drohen“, wie ZDF-Neo-Chef Norbert Himmler sagt.</p>
<p>Nach knapp zwei Wochen Sendebetrieb darf man hoffnungsvoll konstatieren: Das kann was werden. Dafür sorgen Sendungen, die man bei ARD und ZDF in einer – angesichts der gesicherten Finanzierung durch GEZ-Milliarden – lächerlich-ängstlichen Quotenfixiertheit höchstens mal verschämt um 0.35 Uhr wegsendet. Intelligentes Fernsehen mit zeitgemäßer Optik, grafischen Gimmicks, abseitigen Themen wie <a href="http://michaelbrake.de/2009/09/30/fernsehen-ueber-fernsehen/" target="_blank">die fabelhafte US-Sitcom „30 Rock&#8221;</a><i>,</i> die BBC-Trickbetrügerserie „Hustle“ oder die Mediensatire „Taking the Flak“ über einen britischen Auslandskorrespondenten in Afrika. Es gibt das eigenproduzierte Magazin „neoMusic“, das „Comedylab“ mit Knacki Deuser, Filme und Konzertmitschnitte.</p>
<p>Nun kann man aber mit einem Mitarbeiterstab von 35 Redakteuren und einem Jahresbudget von 30 Millionen Euro nicht 24 Stunden Highlights raushauen. Und so ist das Tagesprogramm gepflastert mit oftmals mäßig spannenden Dokumentationen aus den ZDF-Archiven, von der Nachkriegsjugend in Halberstadt bis zum Huskieleben in Nordfinnland, mit Telenovela-Wiederholungen, alten „Terra X“- und „37 Grad“-Folgen und mit Dokusoaps.</p>
<h6>Affen, Seinfeld, keine Nachrichten</h6>
<p>Aber auch hier verstecken sich Perlen wie „Monkey Thieves“, eine Serie über einen indischen Affenclan. Oder die Wiederholungen der Sitcom „Seinfeld“, dank Zweikanalton auch auf Englisch. Eine schöne, aber rechtlich schwierige Option, weil ZDF Neo via Satellit auch in England zu empfangen ist. Nachrichten zeigt Neo hingegen nicht – da ist der Status als „zielgruppenorientiertes Spartenprogramm“ vor.</p>
<p>Bei so einer Programmmischung wundert es nicht, dass die Privatsender im Vorfeld heftig protestierten. Von einem „Frontalangriff auf die Kernkompetenzen kommerzieller Anbieter“ sprach etwa Thomas Schmid vom Verband privater Rundfunk und Telekommunikation. Neo-Chef Himmler stört das nicht, im Gegenteil: „Ich merke durch diese Vorwürfe, dass wir ernst genommen werden. Außerdem dürfen wir uns auch auf die Zuschauer der Privaten zubewegen – die zahlen auch Gebühren.“ Und Dokusoaps wie „Der Straßenchor“ zeigen, dass man Protagonisten von den Rändern der Gesellschaft auch begleiten kann, ohne sie bloßzustellen.</p>
<h6>Wenig Eigenproduktionen</h6>
<p>Was man bei ZDF Neo hingegen noch ein wenig vermisst, sind Eigenproduktionen, Programm, das nicht nur für junge Menschen gemacht wird, sondern von ihnen – und dabei neue visuelle Konzepte austestet. Für so was gab es früher MTV und Viva, mittlerweile passiert das im Internet, und genau da lassen sich noch größere Talente ausbuddeln als der mittelwitzige Gastgeber der Multikulti-Late-Night „Süper Tiger Show“.</p>
<p>Himmler verspricht: „Im nächsten Jahr soll es noch mehr Eigenproduziertes geben, auch im dokumentarischen und Reportagebereich.“ Dabei kann und darf er gerade anfangs experimentieren: „Wir müssen uns als Programmmacher auf unser Bauchgefühl verlassen und vieles ausprobieren.“</p>
<p>0,2 Prozent Marktanteil, bei den jüngeren Zuschauern noch ein bisschen mehr, peilt man bis Ende 2010 an. Es würde dem deutschen Fernsehen sehr gut tun, wenn ZDF Neo das mit dieser Programmmischung gelingt.</p>
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		<title>Fernsehen über Fernsehen</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 17:01:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Brake</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<h3>Mit aktuellen Serien wie der grandiosen US-Mediensatire „30 Rock“ will der am Sonntag startende Digitalkanal ZDF Neo junge Zuschauer erreichen.<span id="more-1772"></span> (aus der taz vom 31. Oktober 2009)</h3>
<p><a href="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/tinafey1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1774" alt="tinafey1" src="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/tinafey1.jpg" width="620" height="343" /></a></p>
<p>So konsequent haben wir die Öffentlich-Rechtlichen bei ihrem Versuch, endlich junge Zuschauer zu erreichen, noch nicht erlebt. Am Sonntag wird in den ZDF-Digitalprogrammen der Dokukanal durch den neuen Sender ZDF Neo ersetzt. Und der bietet eine Privatsendern ähnliche Formatmischung: Doku-Soaps, Comedyformate, ein eigenes Musikmagazin, Dokus aus den Archiven, Spielfilme und &#8211; man staune, man staune &#8211; aktuelle englische und amerikanische Serien wie „In Plain Sight“ und „Spooks“.</p>
<p>Das Highlight im Neo-Programm ist allerdings die deutsche Erstausstrahlung von „30 Rock“ – eine grandiose Mediensatire über das Team der fiktiven NBC-Comedysendung „The Girlie Show“, die in den USA bereits in der vierten Staffel läuft. Geschrieben wurde „30 Rock“ von Tina Fey, die ihre jahrelange Erfahrung als Headwriterin von „Saturday Night Live“ verwurstete und zugleich die Hauptdarstellerin gibt.</p>
<p>Ihr Alter Ego ist die Mittdreißigerin Liz Lemon, Nerd und Workaholic, die x-beinig in Turnschuhen durchs Leben geht und abends lieber „Star Wars“ sieht, als geschminkt und aufgerüscht in Manhattans Szenebars nach Mr. Right zu suchen. Im NBC-Hauptgebäude mit der Adresse 30 Rockefeller Plaza muss Lemon ein Team aus neurotischen Schauspielern und Autoren zusammenhalten. Zudem wird ihr gleich in der ersten Folge mit Jack Donaghy (Alec Baldwin) ein neuer Chef vor die Nase gesetzt.</p>
<p>Als Abgesandter des NBC-Mutterkonzerns General Electric hat Donaghy vom Fernsehen keine Ahnung, dafür aber von Marktforschung, Product Placement und Mikrowellen. Als erste Amtshandlung schlägt Donaghy gegen den Willen des Teams den abgehalfterten afroamerikanischen Schauspieler Tracy Jordan als neuen Star der Sendung vor, denn genau wie das ZDF möchte auch der NBC-Manager neue Zielgruppen erreichen.</p>
<p>Leider ist Jordan manisch-paranoid &#8211; womit er im Team nicht weiter auffällt: vom kindlich-naiven Pagen bis zum pornosüchtigen Autor mit Trucker-Basecap besteht der bis in die Nebenrollen stark besetzte Cast aus wunderbar absurden Charakteren. Zudem scheut sich „30 Rock“ nicht vor Seitenhieben gegen seinen Haussender NBC, ist überhaupt selbstreferenziell bis zum Gehtnichtmehr, inklusive diverser Cameo-Auftritte populärer US-Mediennasen &#8211; und hat sich so seine zehn Emmys absolut verdient.</p>
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