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	<title>Michael Brake &#187; Snapchat</title>
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		<title>Sad Cactus und Bizarrocons</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jan 2014 19:44:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Brake</dc:creator>
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		<description><![CDATA[KOLUMNE NULLEN UND EINSEN Was kommt nach Vadering und Harlem Shake? Unser Onlinetrend-Powerteleskop offenbart einen Blick auf die Supertrends 2014. (aus der taz vom 3. Januar 2014) Hach, 2013, was hast du sie doch bei Laune gehalten, die armen Teufel, die einst]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>KOLUMNE NULLEN UND EINSEN Was kommt nach Vadering und Harlem Shake? Unser Onlinetrend-Powerteleskop offenbart einen Blick auf die Supertrends 2014.<span id="more-1646"></span> (aus der <a href="http://taz.de/Kolumne-Nullen-und-Einsen/!130281/" target="_blank">taz</a> vom 3. Januar 2014)</h3>
<p>Hach, 2013, was hast du sie doch bei Laune gehalten, die armen Teufel, die einst als Internetfachredakteure eingestellt wurden und die nun jede verdammte Woche neue lustige „Netztrends“ benötigen, um ihre Rubriken mit Namen wie „Aus dem Netz gefischt“ vollzuschreiben. Trends, die gern aus Asien oder den USA zu uns „rüberschwappen“, um fortan „in Blogs und sozialen Netzwerken“, „auf dem beliebten Kurznachrichtendienst Twitter“, „bei den neuen Fotoblogginganbietern Instagram und Tumblr“ oder gleich im ganzen „Web“ zu „kursieren“.</p>
<p>Und was für ein Jahr: Musikvideos mit schreienden Ziegen, ein Hund namens Doge, Hallway Swimming, Desk Safari, Cat Bearding, Batmanning, Vadering, Mamming, Hadokening, Harlem Shake, Prancercise und 17 Millionen Sorten Selfies. Irre!</p>
<p>Doch wie geht es jetzt weiter, wie soll man das noch toppen, was hält diese verrückte Netzcommunity als Nächstes für uns bereit? Knifflig, denn zwar lassen sich für praktisch alle Bereiche des Lebens ohne Probleme die „Trends 2014“ ergoogeln – für Mode: Midi-Röcke, Gelb, Pastell, Bauchfrei, Durchblick, Pflanzen-Prints, Shorts <em>(<a href="http://www.cosmopolitan.de/bildergalerie/b-26792/modetrends-2014-von-der-berlin-fashion-week.html" target="_blank" shape="rect">Cosmopolitan</a>),</em> für Wohnen: New York Elegance, Venetian Dream, Berlin Independence, Global Rhythm <em>(<a href="http://www.guj.de/presse/pressemitteilungen/schoener-wohnen-kollektion-praesentiert-die-vier-neuen-wohntrends-2014/" target="_blank" shape="rect">Schöner Wohnen</a>),</em> für Autos: Mehr Sicherheit, Kältemittelstarre, Gramm zählen, SUV, Bedeutungsverlust <em>(<a href="http://www.welt.de/motor/article123028922/Die-wichtigsten-Trends-des-Auto-Jahres-2014.html" target="_blank" shape="rect">Die Welt</a>),</em> ja gar für Haarfarben: Karamell, Rosa, Strähnchen färben, multitonale Effekte, Walnuss, Platinblond usw. <em>(<a href="http://www.jolie.de/bildergalerien/haarfarben-2012-trends-1876518.html" target="_blank" shape="rect">Jolie</a>) </em>– nur fürs Internet gibt es so gut wie keine konkreten Ergebnisse.</p>
<p>Allenfalls Subkategorien wie „Social Media Trends 2014“ <a href="http://www.forbes.com/fdc/welcome_mjx.shtml" target="_blank" shape="rect">werfen Listen aus</a> und darin stehen dann so Sachen wie „Investment in Social Media Will Become a Necessity, Not a Luxury“ oder „Image-Centric Networks Will See Huge Success“ (danke, <em>Forbes, </em>uns interessieren aber die Trends von 2014 nach christlicher, nicht nach jüdischer Zeitrechnung).</p>
<p>Doch zum Glück gibt es ja den Onlinetrend-Powermotor „Nullen und Einsen“. Flugs einen Blick durch unser Trendteleskop geworfen, schon offenbaren sich folgende Supertrends am Trendhorizont 2014: Der Sad Cactus wird die neue Grumpy Cat. Emoticons bekommen Ohren. Second Life erlebt seine erste Retrowelle durch die In-Game-App „Third Life“, anschließend gibt es einen Riesenstreit, ob das nun „Postretro“ heißen muss oder ob Space Invaders ab sofort von „Retro“ zu „Klassik“ befördert werden.</p>
<p>Mozilla veröffentlicht 15 neue Firefox-Versionen. Auf Wearables und Driveables folgen Eatables. Es wird ein neuer Buchstabe eingeführt, der die Frage beendet, ob man „geliket“ oder „geliked“ schreiben sollte. Snapchat landet mit seinem sozialen Netzwerk „Vegas“ einen Riesenerfolg: Es ist komplett vom Rest des Netzes abgeschnitten und niemand kann irgendwas rein- oder raussharen („What happens in Vegas, stays in Vegas“). Der Headless- und der Turnaround-Selfie beerdigen den Selfie-Hype.</p>
<p>Dazu kommen noch ein paar selbsterklärende Trends, die hier nicht weiter ausgeführt werden müssen: Schnecking, Overunderism, Fragmented Chats, Boo Birds, Bizarrocons. Und natürlich der Übertrend 2014: das Wittgensteining.</p>
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		<title>Mehr Kirschblüten fürs Internet</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Mar 2013 20:04:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Brake</dc:creator>
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		<description><![CDATA[KOLUMNE NULLEN UND EINSEN Die Snapchat-App bringt die süße Vergänglichkeit des Moments zurück ins digitale Leben. Ihre Fotos verschwinden nach Sekunden. (aus der taz vom 1. März 2013) Im Dezember war ich in Indonesien und hatte dort zwangsläufig auch mit Backpackern]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>KOLUMNE NULLEN UND EINSEN Die Snapchat-App bringt die süße Vergänglichkeit des Moments zurück ins digitale Leben. Ihre Fotos verschwinden nach Sekunden.<span id="more-1307"></span> (aus der <a href="http://taz.de/Kolumne-Nullen-und-Einsen/!111928/" target="_blank">taz</a> vom 1. März 2013)</h3>
<p>Im Dezember war ich in Indonesien und hatte dort zwangsläufig auch mit Backpackern zu tun. Wie immer sprach man darüber, wo man schon war und wo man noch hinfährt. „Wir waren vorgestern in der Tempelanlage Sowieso“, sagte eine. „Wir haben voll gute Fotos gemacht.“ – „Als Nächstes fahren wir zu Vulkan XY“, sagte eine andere. „Ich hoffe sehr, dass wir da viele gute Bilder machen können.</p>
<p><a href="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/snapchat.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1309" alt="snapchat" src="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/snapchat.jpg" width="300" height="299" /></a>Vielleicht bin ich zu alt oder habe etwas falsch verstanden. Ich mache eigentlich dann Fotos, wenn ein Ort, an dem ich bin, sich als toll erweist. Aber ich suche mir doch nicht die Orte, an die ich fahre, danach aus, ob man tolle Fotos machen kann. Henne. Ei. Häh? Wenngleich ich das natürlich auch von mir kenne: Man kann so beschäftigt damit sein, das perfekte Bild von irgendwas zu machen, dass man anschließend vergisst, sich das Irgendwas auch ohne Kamera anzugucken. Man hat ja das Foto! Das dann die nächsten 20 Jahre im „Unsortierte Fotos 2012“-Ordner liegt.</p>
<p>Dass die Speicherbarkeit des Moments den Moment selbst verdrängt, ist nun überhaupt nicht neu. „Menschen machen Fotos von dem Sommer / damit bloß niemand misstrauisch zweifelt / zu beweisen, dass er wirklich da war (…) Menschen machen Fotos gegenseitig / in dem Glauben, dass jene Momente / für alle Zeiten lebendig blieben“, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=avBgObEb99M" target="_blank" shape="rect">sangen die Goldenen Zitronen</a> 1994, und das war auch bloß ein texttreues Cover eines Kinks-Songs von 1968. Aber im Zeitalter des digitalen Fotografierens und öffentlichen Teilens ist das alles besonders augenfällig. [An dieser Stelle bitte einen Witz über <a href="http://www.taz.de/Kolumne-Lustobjekte/!94467/" target="_blank" shape="rect">Instagram-Fotos von kalt gewordenem Essen hindenken</a>.]</p>
<p>Und genau deswegen ist <a href="http://www.snapchat.com/" target="_blank" shape="rect">Snapchat</a> so toll. Snapchat ist eine Smartphone-App, mit der man Freunden Bilder und sehr kurze Videos schicken kann, die sich nach spätestens 10 Sekunden Anschauen selbst löschen. Es lohnt gar nicht, sich irre viel Mühe mit dem Foto zu geben. Gleichzeitig wird der Moment des Anschauens wirklich wieder zu einem Moment – den in den meisten Fällen einzig der Absender und der Empfänger exklusiv teilen.</p>
<p><em>Mono no aware</em> nennt man in Japan die Ergriffenheit über die Vergänglichkeit der Dinge, die Kirschblüte ist der bekannteste Ausdruck dieses Prinzips. Es wäre toll, wenn das ganze Internet ein bisschen kirschblütiger wäre. Seit Wochen unangerührte Mails und geöffnete Browsertabs mit Texten, die man „unbedingt später lesen will“, könnten ruhig heimlich verschwinden. Oder alte Chatprotokolle, die von unglücklich Verliebten noch 200-fach gelesen und kaputtinterpretiert werden.</p>
<div>
<p>Mein erster empfangener Snap war übrigens ein Foto von Sascha Lobo, aufgenommen von Sascha Lobo. Mein zweiter versendeter war ein Katzenfoto. Dann bekam ich ein Bild, auf das groß und rot JETZT WIRD’S META gekritzelt stand, es zeigte den Facebookkommentarstrang unter meinem Aufruf, mir Snaps zu schicken. Aus Kalifornien erfuhr ich 15 Minuten später, dass man Snapchat dort schon seit ein paar Tagen wieder langweilig findet. Verdichteter kann man den Hype Cycle einer Internetanwendung wohl nicht erleben.</p>
</div>
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