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	<title>Michael Brake &#187; NBC</title>
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		<title>Fernsehen über Fernsehen</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 17:01:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Brake</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit aktuellen Serien wie der grandiosen US-Mediensatire „30 Rock“ will der am Sonntag startende Digitalkanal ZDF Neo junge Zuschauer erreichen. (aus der taz vom 31. Oktober 2009) So konsequent haben wir die Öffentlich-Rechtlichen bei ihrem Versuch, endlich junge Zuschauer zu]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Mit aktuellen Serien wie der grandiosen US-Mediensatire „30 Rock“ will der am Sonntag startende Digitalkanal ZDF Neo junge Zuschauer erreichen.<span id="more-1772"></span> (aus der taz vom 31. Oktober 2009)</h3>
<p><a href="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/tinafey1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1774" alt="tinafey1" src="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/tinafey1.jpg" width="620" height="343" /></a></p>
<p>So konsequent haben wir die Öffentlich-Rechtlichen bei ihrem Versuch, endlich junge Zuschauer zu erreichen, noch nicht erlebt. Am Sonntag wird in den ZDF-Digitalprogrammen der Dokukanal durch den neuen Sender ZDF Neo ersetzt. Und der bietet eine Privatsendern ähnliche Formatmischung: Doku-Soaps, Comedyformate, ein eigenes Musikmagazin, Dokus aus den Archiven, Spielfilme und &#8211; man staune, man staune &#8211; aktuelle englische und amerikanische Serien wie „In Plain Sight“ und „Spooks“.</p>
<p>Das Highlight im Neo-Programm ist allerdings die deutsche Erstausstrahlung von „30 Rock“ – eine grandiose Mediensatire über das Team der fiktiven NBC-Comedysendung „The Girlie Show“, die in den USA bereits in der vierten Staffel läuft. Geschrieben wurde „30 Rock“ von Tina Fey, die ihre jahrelange Erfahrung als Headwriterin von „Saturday Night Live“ verwurstete und zugleich die Hauptdarstellerin gibt.</p>
<p>Ihr Alter Ego ist die Mittdreißigerin Liz Lemon, Nerd und Workaholic, die x-beinig in Turnschuhen durchs Leben geht und abends lieber „Star Wars“ sieht, als geschminkt und aufgerüscht in Manhattans Szenebars nach Mr. Right zu suchen. Im NBC-Hauptgebäude mit der Adresse 30 Rockefeller Plaza muss Lemon ein Team aus neurotischen Schauspielern und Autoren zusammenhalten. Zudem wird ihr gleich in der ersten Folge mit Jack Donaghy (Alec Baldwin) ein neuer Chef vor die Nase gesetzt.</p>
<p>Als Abgesandter des NBC-Mutterkonzerns General Electric hat Donaghy vom Fernsehen keine Ahnung, dafür aber von Marktforschung, Product Placement und Mikrowellen. Als erste Amtshandlung schlägt Donaghy gegen den Willen des Teams den abgehalfterten afroamerikanischen Schauspieler Tracy Jordan als neuen Star der Sendung vor, denn genau wie das ZDF möchte auch der NBC-Manager neue Zielgruppen erreichen.</p>
<p>Leider ist Jordan manisch-paranoid &#8211; womit er im Team nicht weiter auffällt: vom kindlich-naiven Pagen bis zum pornosüchtigen Autor mit Trucker-Basecap besteht der bis in die Nebenrollen stark besetzte Cast aus wunderbar absurden Charakteren. Zudem scheut sich „30 Rock“ nicht vor Seitenhieben gegen seinen Haussender NBC, ist überhaupt selbstreferenziell bis zum Gehtnichtmehr, inklusive diverser Cameo-Auftritte populärer US-Mediennasen &#8211; und hat sich so seine zehn Emmys absolut verdient.</p>
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		<title>„Wir waren einen Tick zu früh“</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jul 2009 17:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Brake</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei NBC Giga prägte Christoph Rieth eine jugendkompatible Politiksendung – die ARD und ZDF nicht wollten. Heute organisiert er fürs Erste den Olympia-Auftritt im Netz. (aus der taz vom 25. Juli 2009) Sein Arbeitsplatz ist die Schnittstelle. Am Übergang des Frontalmassenmediums]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Bei NBC Giga prägte Christoph Rieth eine jugendkompatible Politiksendung – die ARD und ZDF nicht wollten. Heute organisiert er fürs Erste den Olympia-Auftritt im Netz. <span id="more-1782"></span>(aus der taz vom 25. Juli 2009)</h3>
<p>Sein Arbeitsplatz ist die Schnittstelle. Am Übergang des Frontalmassenmediums Fernsehens und den partizipativen Möglichkeiten des Internets. Das war schon 2004 so, als Christoph Rieth, heute 33, Moderator und Redaktionsleiter bei „Giga Real“ wurde. Beim mittlerweile eingestellten NBC-Tochtersender Giga produzierte er täglich ein einstündiges politisches Format, das von einer Generation, die gemeinhin als unpolitisch abgestempelt wird, dankbar aufgenommen wurde. Und das natürlich zielgruppengerecht interaktiv war: „Die Zuschauer konnten auf allen Kanälen mitmachen. Skype, Mail oder auch einfach im Studio vorbeikommen“, sagt Rieth.</p>
<p>Im Frühjahr 2006 war dann Schluss für „Giga Real“. Rieth und sein Team hatten damals fest damit gerechnet, bei den Öffentlich-Rechtlichen zu landen. Aber die Verhandlungen verliefen im Sande. „Ich glaube inzwischen: Wir waren einen Tick zu früh“, sagt Rieth rückblickend. „Die ziehen alle erst jetzt mit interaktiven Elementen nach, wie Maybrit Illner.“</p>
<p>Nach einem zweijährigen Zwischenspiel als Redaktionsleiter und Co-Moderator beim Politiktalk „Busch@n-tv.de“, wo er „sowas wie der Manuel Andrack war, ich habe die Community in die Sendung gebracht“, klappte es dann mit den Öffentlich-Rechtlichen – natürlich wieder an der Schnittstelle. Seit 2008 ist Rieth Projektleiter des ARD-Onlineauftritts für die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver.</p>
<p>In drei Jahren vom Ausprobiersender Giga in den Apparat ARD. Ein Kulturschock? „Sie ist schon einfach riesig, diese ARD“, sagt Rieth. „Aber ich finde das eine tolle Herausforderung, man muss viele Dinge ganz anders denken.“ Außerdem sei die ARD online bei weitem nicht so verstaubt, wie viele denken.</p>
<p>Was nicht heißt, das alles super ist: „Dieser 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag“ – der aus Wettbewerbsgründen Beschränkungen der öffentlich-rechtlichen Onlineauftritte vorsieht – „blockiert uns gerade. Da bauen wir das weltweit größte Archiv zu den Olympischen Spielen auf und ich darf die Beiträge nur 24 Stunden zeigen.“</p>
<p>Was Christoph Rieth nach Vancouver macht, weiß er noch nicht. „Der Job macht mir Riesenspaß, weil ich sportbegeistert bin“, sagt er. „Aber ich vermisse die Politik schon ein wenig.“ Moderieren wird er aber wohl nicht mehr. „Das ist auf Dauer nicht mein Weg. Dafür bin ich nicht kamerageil genug.“</p>
<p><em>Dieser Text ist Teil der damaligen Serie <a href="http://michaelbrake.de/tag/lost-found/">„Lost &amp; Found“</a> auf der taz-Medienseite, ein „Was macht eigentlich…“-Format.</em></p>
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