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	<title>Michael Brake &#187; Jugendliche</title>
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		<title>Ich bin der langweiligste Mensch der Welt!</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 18:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Brake</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist Sommer, es ist heiß, es ist Adoleszenz: Der Comic-Zeichner Lukas Jüliger erzählt in seinem herausragenden Debüt „Vakuum“ eine surreale Coming-Of-Age-Geschichte. (veröffentlicht auf zeit.de) Ihr Duft. Es ist ihr Duft, der alles überdeckt. Auch am nächsten Tag noch, während alle]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Es ist Sommer, es ist heiß, es ist Adoleszenz: Der Comic-Zeichner Lukas Jüliger erzählt in seinem herausragenden Debüt „Vakuum“ eine surreale Coming-Of-Age-Geschichte.<span id="more-1255"></span> (veröffentlicht auf <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2013-02/Lukas-Jueliger-Vakuum/komplettansicht" target="_blank">zeit.de</a>)</h3>
<p><a href="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/KR_130208_Lukas_Jueliger_vakuum_05.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1256" alt="KR_130208_Lukas_Jueliger_vakuum_05" src="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/KR_130208_Lukas_Jueliger_vakuum_05.jpg" width="620" height="310" /></a></p>
<p>Ihr Duft. Es ist ihr Duft, der alles überdeckt. Auch am nächsten Tag noch, während alle nur darüber reden, dass Ben Fimming eine Matratze in den Wald getragen und sich selbst umgebracht hat, nachdem er das beliebteste und hübscheste Mädchen der Schule betäubt, gefesselt und vergewaltigt hat, kann er nur an ihren Duft denken. Wie am Abend zuvor, als sie zusammen schweigend eine DVD geschaut hatten: Sie, das elfenhafte Mädchen aus der Stufe tiefer, und er, der schlaksige, unsichere Icherzähler aus „Vakuum“, dem fantastischen Comicdebüt von Lukas Jüliger.</p>
<div>
<p>Es ist der zarte Beginn einer Liebe am Ende einer Jugend. „Bald kamen die Ferien. Dann kamen die Prüfungen. Und dann waren wir hier fertig.“ Dann endet die Schulzeit und damit auch das Teenagerleben in der Kleinstadt, mit der Mutter im Einfamilienhaus und Sho, dem einen besten Freund. Ein Leben, in der Rumhängen und Zeit totschlagen wie bei so vielen Jugendlichen zu den wichtigsten Beschäftigungen gehören. „Ich bin der langweiligste Mensch der Welt!“, klagt die namenlose Hauptfigur ihrer Mutter. „Was erzähle ich ihr, was ich so mache? Rumliegen? Ich habe keine Hobbys.“</p>
</div>
<p>Doch das lange Warten der Adoleszenz, das Warten darauf, dass das Leben losgeht, dass endlich etwas passiert, wird jäh und heftig unterbrochen. „Wenn du dich irgendwann mal getraut hättest, mich anzusprechen – was hättest du gesagt?“, fragt also auf einmal dieses Mädchen mit den Mandelaugen, den schwarzerkaterfarbenen Haaren und dem Kleid über dem schlanken Körper. Am Abend treffen sie sich bei ihr, schauen auf dem Bett die DVD, neben ihnen die Staffelei des Mädchens und ein altes Puppentheater. Und dann – muss sie gehen, mitten in der Nacht. Wohin verrät sie nicht.</p>
<h6>Die falschen Drogen genommen</h6>
<p>Jetzt passiert etwas, jetzt passiert sogar sehr viel. Zu den Gedanken an den Duft des rätselhaften Mädchens und zu Ben Fimmings plötzlichen Tod kommt der sich zunehmend krasser äußernde Wahnsinn von Sho, der einige Monate zuvor die falschen Drogen genommen hatte. Es wird Sommer, es wird heiß, es stimmt irgendetwas nicht, und trotzdem machen alle immer weiter, wie in einem bedrängenden Traum, aus dem man nicht erwachen kann.</p>
<p>Das Mädchen – „Ihr Name klang nach Sommer“ – ist schon bald wieder da. Wieder taucht sie plötzlich auf, und wieder muss sie plötzlich weg. &#8220;Mädchenkram&#8221;, erklärt sie danach. „Es fühlte sich an, als hätte ich das Ende eines Films verpasst“, denkt der Erzähler. Doch irgendwann folgt er ihr heimlich und spätestens an dieser Stelle schlägt die trotz aller Absonderlichkeiten realistische Erzählung von <em>Vakuum</em> ins Übernatürliche um. Was aber kein Bruch ist, sondern nur eine logische Verdichtung der surrealen Atmosphäre.</p>
<p>Zwei Jahre hat Lukas Jüliger, 1988 geboren, an <em>Vakuum</em> gearbeitet, und dafür sein Studium an der HAW Hamburg unterbrochen, der Schule, aus der schon Arne Bellstorf, <a title="Beende deine Jugend" href="http://michaelbrake.de/2013/03/02/beende-deine-jugend/" target="_blank">Sascha Hommer</a>, <a title="Die Farbe des Pols" href="http://michaelbrake.de/2012/06/01/die-farbe-des-pols/" target="_blank">Simon Schwartz</a> und weitere wichtige Protagonisten der deutschen Indiecomic-Szene hervorgingen. Es hat sich gelohnt. Mit allen Mitteln schafft Jüliger eine dichte, aber auch zerbrechliche Stimmung. Sein Stil ist souverän, ein fließender und dennoch klarer Strich mit vielen Schraffuren, koloriert in stark entsättigten Tönen, blau, hellgrün, ocker, beige, hellbraun, alles fast grau.</p>
<h6>Raum für Seitenblicke</h6>
<p>Dazu kommen die Details, die kleinen skurrilen Gegenstände im Hintergrund, der Raum für Blicke nach links und rechts. Die Protagonisten sind sich trotz der ungewöhnlichen Story glaubhaft, weil Jüliger sie ernst nimmt – allein die Mutter des Hauptcharakters dürfte zu den normalsten und vernünftigsten Elternfiguren zählen, die man in Jugendgeschichten finden kann.</p>
<p><a href="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/130221_cover_vakuum.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1676" alt="130221_cover_vakuum" src="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/130221_cover_vakuum.jpg" width="310" height="452" /></a>Auch die Dialoge sitzen. „Glaubst du, er hat sie betrachtet?“, fragt das Mädchen etwa, sie meint den Vater der vergewaltigten Schulschönheit, der seine Tochter, gefesselt und mit verbundenen Augen, im eigenen Haus gefunden hatte. „Stand er einfach eine Weile da und hat angesehen, wie so vor ihm lag? Seine perfekte, schöne achtzehnjährige Tochter&#8230;“ &#8211; „Sie hätte ihn irgendwann gerochen. Aftershave.“ &#8211; „Wow! Ich bin beeindruckt.“ &#8211; „Was? Wovon?“ &#8211; „Von deinem Weltwissen. Männer riechen nach Aftershave und Frauen nach Blumen.“</p>
<p>Coming-of-Age-Geschichten wird es immer geben. Aber selten hat eine so deutlich gezeigt, was in diesem Genre noch alles möglich ist wie diese düsterzarte Außenseiterliebesgeschichte.</p>
<p><strong>Lukas Jüliger: Vakuum; Reprodukt, Berlin 2013; 112 S., 20 €</strong></p>
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		<title>Wo ich einmal verloren war</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Dec 2012 01:56:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Brake</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teil einer sonntaz-Reihe von Kurztexten übers Verlorensein. (aus der taz vom 22. Dezember 2012) Das erste große Festival in meinem Leben! Mit dabei: Elli, ihr Kumpel und ich. Das Wetter: ein Traum. Dumm bloß, dass niemand mal nachgeschaut hatte, ob]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Teil einer sonntaz-Reihe von Kurztexten übers Verlorensein.<span id="more-1703"></span> (aus der taz vom 22. Dezember 2012)</h3>
<p>Das erste große Festival in meinem Leben! Mit dabei: Elli, ihr Kumpel und ich. Das Wetter: ein Traum. Dumm bloß, dass niemand mal nachgeschaut hatte, ob im Zeltsack auch Stangen zum Zeltaufbauen waren. Waren sie nicht.</p>
<p>Von einem 17-Jährigen sollte man erwarten, dass ihm das egal ist. Hauptsache, Party und so. Ich war da irgendwie anders. Nicht wissen, wo ich nachts hinkann, panisch werden, aber keinen Rückzugsort haben, um mich herum Zehntausende Leute, das alles erdrückte mich, Stück für Stück. Irgendwann lief ich einfach vom Gelände, bestimmt fünf Kilometer, bis ich unter einem Baum saß, über mir der Endloshimmel der nordniedersächsischen Tiefebene, und heulte. Aus der Ferne erklang Iggy Pop. „Lust for Life“.</p>
<p>Ich fing mich wieder und schaute mir Björk an. Als ich zu dem Ort, an dem wir unsere Ruck- und Schlafsäcke untergestellt hatten, zurückkam, waren sie weg. Auf einem Zettel stand, dass irgendwelche Freunde mit Zeltplätzen angekommen waren. Man hatte mein Gepäck schon mal mitgenommen und wollte mich um Mitternacht beim Freefallingstand treffen. Das war vor einer Stunde! Handys gab es noch nicht. Ich rannte trotzdem hin, wartete, wieder zurück, suchte, vergeblich. Jetzt war ich wirklich <i>lost.</i> Und schlicht zu fassungslos, um wieder die Nerven zu verlieren.</p>
<p>Ich irrte lange, bis ich meine letzte Hoffnung fand: Ellis Freunde, die wir am Nachmittag besucht hatten. Sie waren Zweitsemester in Göttingen, also richtig erwachsene Leute! Und tatsächlich konnte ich jemanden wecken, der mir eine Isomatte und einen Schlafsack gab. Über mir die Sterne. Unter anderen Umständen wäre das jetzt romantisch gewesen.</p>
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		<title>Was macht Luther?</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Aug 2012 01:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Brake</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BERLINER SZENE über Kirchenaustrittsdiskussionen in der S-Bahn. (aus der taz vom 6. August 2012) „Es geht ums Prinzip. Ich zahl den Mongos doch nix!“ Es geht um die Kirche. In der S-Bahn. Drei Wilmersdorf-Boys diskutieren. Beziehungsweise: Zwei geben Stichwörter, einer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>BERLINER SZENE über Kirchenaustrittsdiskussionen in der S-Bahn.<span id="more-1706"></span> (aus der taz vom 6. August 2012)</h3>
<p>„Es geht ums Prinzip. Ich zahl den Mongos doch nix!“ Es geht um die Kirche. In der S-Bahn. Drei Wilmersdorf-Boys diskutieren. Beziehungsweise: Zwei geben Stichwörter, einer proklamiert. „Eine Organisation, die sich nur von Steuergeldern finanziert, gehört abgeschafft!“ Und: „Die schreiben mir ständig Briefe. Das ist auch voll dreist.“</p>
<p>Er sei eh schon ausgetreten, automatisch, mit seinem Vater, meint einer der beiden anderen. Die Konfirmation mache man doch eh nur wegen des Geldes, sagt der Dritte. „Aber wenn du konfirmiert bist, bist du katholisch?“, fragt der Zweite. „Nein, Mann! Bist du dumm? Evangelisch. Katholiken werden kommuniert.“ „Aber Katholiken ist der Papst, oder? Wen haben die anderen denn dann? Luther?“</p>
<p>Das weiß jetzt keiner so genau. Und was ist eigentlich los mit Luther? Vielleicht lebt der ja noch. Auf dem Mond, genau wie Hitler. Obwohl, Luther, nein, der lebt doch eher in der Hohlwelt. Da wird man ja auch 500 Jahre alt. Passt also.</p>
<p>Doch zurück zum Austritt. Ein Problem dabei sei nämlich, dass die Kirchensteuer auch auf der Lohnsteuerkarte oder so vermerkt ist. Der Arbeitgeber sieht das also und in Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg muss man in der Kirche sein. Sonst kriegt man keinen Job. Wirklich? Wirklich! Einem ehemaligen WG-Mitbewohner sei das passiert. „Die rasten da völlig aus.“ Na ja. „Bayern. Weißt du doch, dass die da anders ticken.“</p>
<p>Um wie viel Geld geht es eigentlich? So hoch sei die Kirchensteuer doch gar nicht. Diverse umständliche Erklärungen zu progressiven Steuersätzen und Freibeträgen später steht das Fazit: Kein anderes Land auf der Welt erhebt seine Kichensteuer einkommensbasiert. „Glaub ich nicht“, sagt der Zweite. „Komm, wir wetten um einen Kasten Bier.“ “Um Warsteiner. Das ist gerade bei Netto im Angebot.“</p>
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