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	<title>Michael Brake &#187; Dokumentation</title>
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		<title>Im Namen des Vaters</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 21:36:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Brake</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Dokumentation „Im Schatten von Jud Süß“ nähert sich dem Leben und Denken Veit Harlans aus Sicht seiner Nachkommen. (aus der taz vom 23. September 2010) Aus heutiger Sicht ist kaum nachvollziehbar, was 1940 die Faszination von „Jud Süß“ ausmachte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Die Dokumentation „Im Schatten von Jud Süß“ nähert sich dem Leben und Denken Veit Harlans aus Sicht seiner Nachkommen.<span id="more-1858"></span> (aus der taz vom 23. September 2010)</h3>
<p><a href="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/veitharlan_doku.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1860" alt="veitharlan_doku" src="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/veitharlan_doku.jpg" width="310" height="438" /></a>Aus heutiger Sicht ist kaum nachvollziehbar, was 1940 die Faszination von „Jud Süß“ ausmachte. Zu plump, zu theatralisch erscheinen die Szenen, zu simpel ist das Feindbild des jüdischen Geschäftsmanns gezeichnet. Dennoch traf „Jud Süß“, das Meisterstück der NS-Propagandamaschine, wie so viele der Filme des Regisseurs Veit Harlan, den Nerv der Zeit genau.</p>
<p>Doch war Harlan nun ein naiver Künstler, der Goebbels auf den Leim ging? Drehte er aus Angst? War er ein gewissenloser Ästhetiker, der die Chance auf unglaubliche Budgets sah? Oder einfach: ein Antisemit?</p>
<p>Anhand dieser Fragen führt Felix Moeller durch Harlans Leben: seine Ehe mit seiner Stammschauspielerin, der „Reichswasserleiche“ Kristina Söderberg, seine bombastischen Filmproduktionen der Nazizeit, seine berechtigte Stigmatisierung danach.</p>
<p>„Im Schatten von Jud Süß“, der passend zum heutigen Kinostart von Oskar Roehlers „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ und einen Tag nach Harlans 111. Geburtstag im WDR läuft (23.15 Uhr), ist ein sachlicher und formal klassischer Dokumentarfilm. Der Hundertminüter nähert sich dem Thema aber mit einem klugen Kniff: Abgesehen von einem Filmwissenschaftler beurteilen ausschließlich die Kinder und Enkel Harlans die Frage nach dessen Rolle.</p>
<p>Mit der Schuld, die Harlan auf den Namen seiner Familie geladen hat, gehen sie sehr unterschiedlich um. Das geht von Harlans Sohn und Kritiker Thomas und seiner Enkelin Jessica Jacoby – Tochter eines Juden –, bis zu Kristian Harlan, für den doch „dein Vater dein Vater ist“, den man nicht öffentlich kritisiert.</p>
<p>Die Erinnerung der Nachkommen widerspricht sich manchmal diametral. Es ist ein weitverzweigter Clan, dessen Vielgestalt mindestens so spannend ist wie die Frage nach Harlans Schuld. Man wäre gerne mal bei einem Familientreffen dabei. Es ginge sicher hoch her.</p>
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		<title>Wunderwelt im Wolkenzug</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 21:13:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Brake</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit viel Hintergrundwissen und einer tollen Collagetechnik geht Arte „Auf Reisen mit Tim und Struppi“. Leider nerven die Banalitäten des Sprechers. (aus der taz vom 21. September 2010) Da hat Arte also mal eben ein neues Genre erfunden: die gefilmte Comic-Interpretationshilfe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Mit viel Hintergrundwissen und einer tollen Collagetechnik geht Arte „Auf Reisen mit Tim und Struppi“. Leider nerven die Banalitäten des Sprechers.<span id="more-1854"></span> (aus der taz vom 21. September 2010)</h3>
<p><a href="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/tim-und-struppi.20100921.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1856" alt="Auf Reisen mit Tim und Struppi: Tim in Tibet" src="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/tim-und-struppi.20100921.jpg" width="620" height="310" /></a></p>
<p>Da hat Arte also mal eben ein neues Genre erfunden: die gefilmte Comic-Interpretationshilfe. Und nichts Geringeres als Hergés „Tim und Struppi“, der Übercomic der frankobelgischen Tradition, wird in dieser Woche in fünf Teilen analysiert.</p>
<p>Vier Regisseure haben sich pro Folge je einen der 24 Bände vorgenommen, gemeinsam mit Tim geht es nach Ägypten, Indien, China, Marokko, Peru, Tibet. Vor 70 Jahren, als Reisen noch ein seltener Luxus war, brachte Hergé die Wunder fremder Kontinente in europäische Wohnzimmer. Heute wirken die Schauplätze auch deshalb exotisch, weil wir uns zugleich auf eine Zeitreise begeben, in eine Welt, die noch den Geist der Kolonialreiche atmet und durch die man mit Dampfschiff und Eisenbahn reiste.</p>
<p>Schritt für Schritt wird der Handlungsverlauf der Comicbände nachvollzogen, um immer wieder abzuschweifen, Hintergründe und Einordnungen – Comic-Exegese, Landeswissen, Zeitgeschichte – zu vermitteln. Die Aufnahmen der Originalschauplätze werden dabei mit den entsprechenden Comicpanels gegengeschnitten oder, und das ist wirklich ein tolles neues Seherlebnis, in einem Bild collagiert. Manchmal werden Hergés Zeichnungen bloß in Fenster, in Kofferinnenseiten, auf Hochhäuser und Tischflächen eingepasst. Oft aber verschmelzen die Bilder direkt mit dem Filmmaterial. Da haben die Locationscouts und die Bildbearbeiter saubere Arbeit geleistet, so wie insgesamt viel Liebe zum Detail und Geld in der Reihe steckt.</p>
<h6>Eine eigentümliche Mischung</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Überhaupt hat Arte da eine eigentümliche Mischung gebastelt: Versatzstücke aus Reisereportagen, Geschichts- und Naturdokus, dazu Spielszenen, Ichperspektiven, Archivmaterial, üppige Landschaftsbilder, O-Töne von Experten und den Einwohnern der heutigen Schauplätze sowie Originaldokumente, alte Fotos und Bücher.</p>
<p>Und was erfahren wir nicht alles: dass die Figur des Professor Bienlein dem französischen Wissenschaftler Auguste Piccard nachempfunden wurde, dass ein Sprengstoffattentat auf eine Eisenbahn in der heute ausgestrahlten Folge „Der blaue Lotos“ einer historischen Begebenheit entspricht, die Japan als Grund für die Eroberung der Mandschurei nahm; dass Lamas zur Familie der Kamele gehören und dass der peruanische „„Wolkenzug“ von Lima nach Jauja die älteste Gebirgsbahn der Welt ist.</p>
<p>Bloß die Umsetzung könnte an manchen Stellen gern ein wenig straffer und dichter sein. Speziell die Versuche, mit der nacherzählten Comic-Handlung Spannung zu erzeugen, sind umständlich und eher missraten. Nicht zuletzt dank des Sprechertextes, der teilweise aus unheimlichen Banalitäten besteht – und passenderweise auch noch in einem kinderhörspielartigen, zwischen theatralisch, naiv und salbungsvoll changierenden Sprachduktus vorgetragen wird.</p>
<h6>Blabla. Jaja.</h6>
<p>„Seltsam! Tim und der Kapitän sind auf einmal ganz allein im letzten Wagen!“ – „Es ist kein Zufall, dass Hergés Geschichte in diesem Land spielt, durch das der Wind buddhistische Botschaften voller Reinheit und Mitgefühl trägt.“ &#8211; Blabla. Jaja.</p>
<p>Aber geschenkt. Wenn man nur irgendwas mit Comics oder den betreffenden Ländern anfangen kann, sollte man dieses innovative und äußerst vielseitige Stück Fernsehen unbedingt ausprobieren.</p>
<p>„<strong>Auf Reisen mit Tim und Struppi“; Arte, Mo., 20.9., bis Fr., 24.9., jeweils 19.30 Uhr</strong></p>
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		<title>Unsere fettigen Jahre sind vorbei</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 22:03:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Brake</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kathrin Schlichting]]></category>
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		<description><![CDATA[Erkundung eines Landes ohne Joghurt: der erste Teil von „Mahlzeit, Deutschland!“ rekapituliert die Mehlschwitzenära.(aus der taz vom 13. Juli 2009) Nach nur acht Sekunden gibt es den ersten Talking Head. Tim Mälzer. Und dann kommen gleich noch Biolek, Dibaba, Wickert,]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Erkundung eines Landes ohne Joghurt: der erste Teil von „Mahlzeit, Deutschland!“ rekapituliert die Mehlschwitzenära.<span id="more-1868"></span>(aus der taz vom 13. Juli 2009)</h3>
<p><a href="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/mahlzeitdeutschland.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1874" alt="mahlzeitdeutschland" src="http://michaelbrake.de/wp-content/uploads/mahlzeitdeutschland.jpg" width="620" height="232" /></a></p>
<p>Nach nur acht Sekunden gibt es den ersten Talking Head. Tim Mälzer. Und dann kommen gleich noch Biolek, Dibaba, Wickert, Fuchsberger hinterher, sodass man kurz Angst hat, wieder in einer dieser Clipshows mit Promiuntermalung gelandet zu sein, die auf den Privaten dauernd laufen.</p>
<p>Eine unbegründete Sorge: Der Dreiteiler „Mahlzeit, Deutschland!“ hält, was man sich von einer öffentlich-rechtlichen Dokumentation über deutsche Essgeschichte verspricht. Wenngleich die erste Folge „Von der Hungerküche zur Fresswelle“ ein wenig schleppend beginnt: mit der Lebensmittelknappheit direkt nach dem Zweiten Weltkrieg.</p>
<p>Es ist die Rüben- und Kartoffelzeit, als in Deutschland noch echter Hunger herrschte und Improvisation beim Kochen alles war. Nicht, dass das uninteressant oder unwichtig wäre, bloß hat man das alles schon so oft gesehen, die Nachkriegsjahre sind televisuell nun wirklich auserzählt.</p>
<h6>Auch die DDR kommt vor</h6>
<p>Aber so ist das halt, erst recht im Grundgesetzjubiläumsjahr 2009. Da müssen en passant ein weiteres Mal die immergleichen Bilder aus dem deutschen Kollektivgedächtnis gezeigt werden: heimkehrende Soldaten, Luftbrücke, Ludwig Erhard, das Wunder von Bern – mit der D-Mark kam die Fresswelle, und der Aufstand des 17. Juni führte zu Lebensmittelfestpreisen in der DDR. Denn auch die kommt vor, in geringerem Umfang zwar als die BRD, aber das ist bei dieser Thematik wohl vertretbar.</p>
<p>Nach einer Viertelstunde nimmt der Film dann endlich an Fahrt auf, geht mitten rein in Trend- und Konsumgeschichte und wird vor allem für die Nachgeborenen interessant. Wem ist schon bewusst, dass es zu Beginn der Fünfziger in Deutschland praktisch noch kein Joghurt gab, kein Ketchup und keine Pizza? Dass alles auf Mehlschwitzenbasis (tot)gekocht wurde? Oder dass in nur 7 Prozent der Haushalte ein Kühlschrank stand?</p>
<p>Bald danach folgte der Einzug der Wundermaschinen von Bosch &amp; Co. in deutsche Küchen. Die große Zeit der kalten Platten mit russischen Eiern, Schinkenröllchen und viel Mayonnaise begann. Und Clemens Wilmenrod, der charismatische erste deutsche Fernsehkoch und Erfinder des Toast Hawaii, sensibilisierte das Volk für Dosenessen und so exotische Nahrungsmittel wie Nudeln.</p>
<h6>Liebevoll montiertes Archivmaterial</h6>
<p>Zwischen die mit sehr viel Sendezeit ausgestatteten Talking Heads – neben den Prominenten sind auch diverse normale Menschen dabei – hat Filmautorin Kathrin Schlichting liebevoll zusammengesuchtes Archivmaterial montiert: Wochenschauen, Werbefilmchen, eine Reportage aus der Bräuteschule. Zudem wird „Mahlzeit, Deutschland!“ durch diverse Animationen und grafische Spielereien aufgelockert, auch wenn die mitunter etwas wahllos wirken.</p>
<p>Das alles macht, ähem, Appetit auf mehr. Es folgen „Vom Eisbein zur Pizza“ (20. Juli) – über die Abkehr von deutscher Traditionsküche hin zu Fertignahrung und den Länderküchen der Gastarbeiter – und „Vom Saumagen zum Sushi“ (27. Juli) – mit den Öko- und Diätfoodtrends, der Asienwelle und dem Kochshowboom. Darauf einen Toast Hawaii.</p>
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